Wir lieben Igel!

Wer einen igelfreundlichen Garten möchte, braucht dafür gar nicht viel tun. Schon Kleinigkeiten können den stacheligen Tierchen helfen, den Herbst und Winter besser zu überstehen. Was du tun kannst, haben wir dir im Folgenden zusammengefasst…

 

Wilder Garten

Ein sauberer Garten mit kurz geschnittener Grünfläche und wenig Büschen bietet den Igeln kaum Schutz. Viel besser eignet sich ein sogenannter „Wilder Garten“. Um den kleinen Tierchen eine Freude zu machen, können beispielsweise Bodendecker, Hecken oder Sträucher gepflanzt werden. Hier finden die Igel genügen Schutz.

Keine Lust, Laub zu rechen? Perfekt! Das Herbstlaub einfach mal liegen lassen oder mehrere circa 1 Meter große Laubhaufen bilden, dann wird es sicherlich nicht lange dauern, bis sich ein Igel dort ein Nest für den Winter baut.

Wer den Igeln besonders leichten Zugang zum eigenen Garten bieten möchte, kann den Gartenzaun erst in 10 cm Höhe anbringen lassen oder ein circa 8 x 8 cm großes Loch hineinschneiden.

 

Igelhaus

Mit der Zeit wird es durch unsere „sauberen“ Gärten für die Igel immer schwieriger, genügend Baumaterial zum Nestbau zu finden. Wer helfen möchte, kann hier mit Igelhäusern Abhilfe schaffen. Wir beraten dich hierzu gerne im Markt, wie du den Igeln auch in deinem Garten ein gemütliches Zuhause schaffen kannst.

 

Igel füttern

Eine Futterstelle für Igel hilft den kleinen Tieren, das ganze Jahr über fit und gesund zu bleiben. Als Futter kann eine Mischung aus Katzendosenfutter und Igeltrockenfutter genutzt werden. Hierfür eignet sich zum Beispiel eine umgedrehte Holzobstkiste, in die ein kleiner Eingang hineingesägt wird. Eine Abdeckung obendrauf bietet zusätzlichen Schutz vor Vögeln und Katzen. Der Aufstellort sollte täglich gut gereinigt werden.

Nicht vergessen: Auch Igel haben Durst! Wer möchte, kann neben seiner Futterstelle auch noch eine Wasserstelle einrichten. Das Wasser sollte dann mindestens einmal täglich getauscht werden, um Krankheiten durch Verunreinigung vorzubeugen.

 

Gefahren im Garten beseitigen

Schon mit ganz wenig kannst du vielen Igeln das Leben erleichtern und sogar retten.

  • Lichtschächte abdecken
  • Ein Brett an den Rand des Pools oder Teichs legen, damit hineingefallene Tiere selbst hinausklettern können
  • Keine schädlichen Pestizide oder Dünger verwenden
  • Mausefallen höher anbringen (zum Beispiel auf einer kleinen Mauer). Die Mäuse springen hinauf, die Igel nicht.
  • Keine Netze oder Drähte auf dem Rasen liegenlassen. Hier besteht Verletzungsgefahr!
  • Vorsicht beim Umschichten von Komposthaufen. Wer unbedacht mit der Kompostgabel hineinsticht, könnte die kleinen Tierchen verletzen

 

­­Falls doch mal ein Igel verletzt wird, solltest du ihn umgehend zum Tierarzt bringen. Wenn keine akute Lebensgefahr besteht, können Igel auch in eine Igelstation in der Nähe gebracht werden. Das Fachpersonal dort kümmert sich um die kleinen Tierchen.